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Löhne-Obernbeck unterliegt untern Viadukt in Altenbeken mit 25:28 (11:13)

13.01.2013 - 1. Herren

Imposant ist die Anreise nach Altenbeken. Schon aus der Ferne signalisieren die 24 Bögen der 1853 über das Beketal gebauten und in Europa mit 482 Metern längsten Kalksandsteinbrücke die Ankunft am Fuße des Eggegebirges, das sich den Löhner Handballern natürlich kalt und leicht verschneit am Samstagabend präsentierte. Soweit die Romantik. Was die HSGLO in der Sporthalle am Gardeweg erwartete und zeigte, war eher negativ real. Zwar gaben die Gastgeber sich freundlich und einladend, doch mit 31 Fehlwürfen wurden die Geschenke fast großmütig abgelehnt.

In der 12. Spielminute zeigte die Anzeigentafel 7:4 für die Gastgeber, drei Minuten später 9:4 und da war der Zug schon abgefahren, obwohl die Wieling-Truppe immer wieder das Ergebnis korrigieren konnte.

Doch ein ständiges Nachlaufen kostet mehr Kraft, als das Verwalten eines Ergebnisses und so lässt sich vielleicht erklären, warum die Obernbecker nicht zu einer sicheren und guten Abschlussquote kamen. Sie verteilten die Fehlwürfe gut auf die beiden Halbzeiten und hatten mehrfach die Möglichkeit, die Partie zu wenden, weil der Gastgeber immer wieder am ordentlich haltenden „Magga“ Finke scheiterte und so ebenfalls mit dazu beitrug, dass es kein gutes Landesligaspiel wurde. Marcel Büschers Tore wurden am Samstag schmerzlich vermisst. Der Linksaußen, der eigentlich immer für acht bis zehn Treffer gut ist, spielte ebenso wie Kreisläufer Alexander Pieper völlig außer Form und scheiterte in aussichtsreichen Momenten. Gut agierten Christian Brockschmidt und Thorsten Bergmann, die die Motoren im Obernbecker Angriff waren. Und was die HSGLO da zeigte, war auch ganz gefällig, bis auf den Abschluss.

Deckungsmäßig lieferten Martin Biermann und Co. eine ganz ordentliche Leistung ab. 28 Treffer gegen die körperlich gut besetzten Gastgeber sind in Ordnung. Und vielleicht auch deshalb lag ab der 50. Minute so etwas wie eine Wechselstimmung in der Sporthalle am Gardeweg in der Luft. Christian Brockschmidt hatte die HSGLO gerade auf 18:19 wieder ins Spiel gebracht und Altenbeken sah sich in der Folgezeit veranlasst, den Gästen fünf Führungsübernahmeangebote zu unterbreiten, die jedoch alle in aussichtsreichen Positionen abgelehnt wurden.

Auf der Rückfahrt ist der Viadukt angestahlt, wie in Festbeleuchtung.

HSGLO: Finke/Michalik; Bergmann 6, Büscher 2, Nienaber 2, Stuke 2, Zimmermann 2, Brockschmidt 8/3, Kastner 3, Pieper, Biermann, Elias, Möller


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